Was ist Bondage? Erklärung & Tipps

Bondage ist für jeden etwas, der sich auf sexuelle Abenteuer einlässt. Manche möchten neue Seiten an sich und seinem Partner kennenlernen.
Bondage – sexuelle Erregung für viele Paare. Foto: LightFieldStudios via Envato

Bondage ist für jeden etwas, der sich auf sexuelle Abenteuer einlassen möchte. Manche Menschen möchten neue Seiten an sich und seinem Partner kennenlernen. Möglicherweise traut man sich zu Beginn nicht, sich sexuell auf etwas Neues einzulassen.

Doch wenn man den Mut hat, kann die Beziehung in neuem Glanz erstrahlen und die Langeweile wird zur Vergangenheit. Wie Bondage funktioniert und was es genau bedeutet, zeigt der folgende Artikel.

Was ist Bondage?

Im Grunde geht es bei Bondage um Fesselspiele, Macht, Abhängigkeit, Kontrolle, Unterwerfung und Dominanz. Es wird unter den Sex-Partnern ein Rollenspiel inszeniert, während dessen der eine Partner dominant und der andere devot ist. Bei Bondage werden dem unterwürfigen Partner Fesseln angelegt, um seine Bewegungsfreiheit einzuschränken.

Bondage ist eine Sexpraktik des BDSM. Mit dieser Abkürzung werden sechs Begriffe gleichzeitig erklärt: Bondage, Dominance, Discipline, Submission, Masochism und Sadism. Doch auch in dieser Praktik gibt es Grenzen, die der devote Part übernimmt. In dem Spiel existiert eine Art Safeword. Wenn einer der Partner das Wort nennt, ist das Spiel beendet, weil eine Grenze überschritten wurde.

Vielleicht fragt man sich, was das Rollenspiel bewirken soll. Die Erklärung ist relativ einfach: Wird eine Zwangslage gespielt, weckt das in dem Partner instinktiv Angst, wodurch man automatisch aufgeregt ist. Solch eine Lage kann sich überaus fördernd auf die Lust auswirken. Der dominante Part erlebt einen Rausch der Macht, was für beide Parteien sehr anturnend sein kann. Somit hat jeder von ihnen etwas davon.

Wer mehr über BDSM erfahren möchte, der kann sich auf BDSM-Lexikon umsehen und seine Horizonte erweitern.

Bondage Toys – Welche gibt es?

Sexspielzeuge für Bondage sollte es in all jenen Sexshops geben, die ein großes und gutes Sortiment anbieten. Selbst wenn man sich nicht sicher ist, ob man solche Sex-Praktiken ausführen möchte, ist es empfehlenswert, die Angebote zu nutzen.

Lebt man seine Fantasien mit beispielsweise Wäscheleinen oder Ähnlichem aus, ist der Spaß nur halb so groß. Zudem könnten Utensilien wie Paketschnüre etc. gefährlich werden. Hier einige Beispiele, mit denen Bondage wirklich Spaß macht:

  • Satinbänder
  • Fuß- oder Handfesseln
  • Halsband
  • Handschellen, am besten gepolstert
  • Geschirr
  • Doktorspiele
  • Augenbinde
  • Knebel
  • Zwangsjacke
  • Riemen
  • Seile aus Baumwolle, Leder, Nylon oder Seide
  • Fesselset für Füße und Hände

Ist man Einsteiger, sind bei der Bestellung oft kleine Überraschungen wie beispielsweise kleine Peitschen dabei. Diese können ideal in das Liebesspiel mit eingebaut werden. Wer es etwas interessanter mag, kann während des Rollenspiels noch Kleidung aus Leder oder Dessous tragen, die zusätzlich heiß macht.

Bondage-Tipps für Anfänger

Die Bandbreite von Bondage-Spielen ist sehr groß. Ob es Fesselspiele mit Plüschhandschellen oder Fesselungen im Ganzkörperbereich sind. Wenn man erst damit beginnt, sollte man nicht übertreiben und die Bewegung des Partners nicht zu sehr einschränken. Stellt man fest, dass es beiden Parteien gefällt, kann die Intensität jederzeit gesteigert werden. Doch Spielregeln sollten von Beginn an beachtet werden, sodass niemand Schaden nehmen kann:

1. Safeword

Wenn ein Safeword verabredet wird, ist es das Signal dafür, dass der andere Part auf der Stelle aufhören soll und das Spiel vorbei ist.

2. Rollenverteilung

Wenn man möchte, können die Rollen selbstverständlich beim Bondage jederzeit getauscht werden. Beim einzelnen Akt jedoch sollte vorab geklärt werden, wer welchen Part übernehmen möchte. Ist während des Aktes nämlich etwas unklar, kann dies schnell zu Streit und Missverständnissen führen. Hierbei kommt es darauf an, welche Rolle wen mehr erregt.

3. Vertrauen

Beim Bondage ist Voraussetzung, dass man sich gegenseitig vertraut. Dabei ist es ganz egal, ob man es mit einem Profi zu tun hat oder ob der Partner involviert ist. Besteht keinerlei Vertrauen, kann das sexuelle Erlebnis sogar zu Panik führen oder im schlimmsten Fall traumatisierend wirken.

4. Schere für den Notfall

Sollten aus irgendwelchen Gründen die Fesseln einmal zügig gelöst werden, ist es besser, immer eine Schere griffbereit zu haben. Nicht immer ist der Partner imstande, die Fesseln zu lösen. Allerdings sollte darauf geachtet werden, dass durch die Schere keine Verletzungsgefahr besteht. So kann man sie zum Beispiel im Nachttisch oder auf der Fensterbank platzieren.

5. Auf Wünsche eingehen

Bevor man mit dem eigentlichen Akt beginnt, sollte man sich über die gegenseitigen Vorlieben im Klaren sein. Möchte man geknebelt werden oder möchte man eher fester gefesselt werden? Solche und ähnliche Fragen sollten im Vorfeld unbedingt geklärt werden, sodass Missverständnisse und ungewollte Überraschungen vermieden werden. Sicher ist, dass alles ein kann und nichts ein Muss ist.

Foto: LightFieldStudios via Envato

linkshaenderseite
Logo